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Auf den PUNKT gebracht – von Florian Sobetzko:

Wenn ich im Restaurant sitze und so richtig Hunger habe, dauert einfach alles viel zu lange. Der Kellner kommt vorbei, ich winke, er so: „Kollege kommt gleich“, aber der kommt und kommt und kommt nicht. Oder super ist auch diese Szene, die sich immer wiederholt, wenn ich zahlen will. Ich sag „Zahlen bitte“, und dann kommt jemand und bringt mir die Rechnung für meine Pizza in einer edlen Kunstledermappe - legt sie auf den Tisch und verschwindet ... Der ist weg, sag ich mir ... ist der nach Hause gegangen? Ich will nach Hause, ich will zahlen, ich muss los ... Ich sehe einen anderen Kellner, ich winke „Zahlen“ der sagt: „Kollege kommt gleich“ ... Können die sich nicht mal gegenseitig vertreten?! Geht das hier alles nur nach Tischnummer?! Kann der nicht sagen: Mh, der Kollege ist busy, ich übernehme mal für ihn? Und wo wir schon dabei sind - wäre das nicht auch eine starke Idee für die Art und Weise, wie wir mit Problemen um uns herum umgehen sollten? Wenn ich als Christ an Sachen wie Not, Hunger, Einsamkeit, Krankheit, Klimakatastrophe und was es so alles gibt auch ständig vorbeirenne von wegen „Kollege kommt gleich", könnten die sich auch fragen, ob Jesus schon nach Hause gegangen ist, oder?

Ich wünsche Ihnen eine nachdenkliche und vor allem tatkräftige Woche –

„Auf dass Gott ein Tätigkeitswort werde“, sagt Kurt Marti – Helfen Sie mit, dass er recht hat.

 

 

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Marianische Kongregation

Fr. 20.01. – Pfarrheim Hl. Kreuz

Der Rupert-Mayer-Kreis trifft sich wieder zu einer Stunde des Betens und Gesprächs im Gedenken des Apostels von München … Gäste sind sehr herzlich willkommen!   Obmann der Marianischen Kongregation Klaus Englmann

 

 

 

 

 

 Ben Willikens, Abendmahl (6m lang / 3m hoch als Bild)

 

Ben Willikens hat seinen Abendmahlsaal leer gelassen, es sind keine Menschen zu sehen, auch der Tisch ist – abgesehen von diesem rein weißen Tischtuch – ganz leer. Wenn man länger auf das Bild schaut, dann wird der Blick durch die Zentralperspektive, durch die Linien, der Wände, der Decke, nach hinten in die Tiefe des Raumes und fällt auf die Stirnwand. Dort sehen wir einen Durchgang und zwei Fensteröffnungen. Dahinter liegt ein weiterer Raum, der ganz von weißem gleißenden Licht, er-füllt ist, das von oben einfällt … Das Licht dringt durch die Türe und die beiden Fenster in den vorderen Raum und setzt sich in den Türen in einem Lichtband fort und wird von der Oberfläche des Tischtuchs reflektiert - so dass unser Blick dorthin zurückkehrt. Der Tisch lädt ein, den Raum zu beleben. Der Tisch ist der Ort, der nach Leben schreit. Mit dem Tischtuch ist der Anfang schon gemacht. Dieser Tisch will weiter gedeckt werden. Er ruft nach Leben und Gemeinschaft.

Ein modernes Abendmahlbild, das uns unsere Sehnsucht nach Begegnung, nach Gemeinschaft vor Augen führt aber auch die Leere, die wir manchmal erleben; ein Abendmahlsbild, das eine Einladung an uns ist, ein Raum der offen steht, der uns willkommen heißt; weit geöffnet: Wer will, kann kommen, und wer kommt findet auch Platz. Es ist genug Platz da. Selbst der kleinste Beitrag zählt. Der Tisch ist ja ganz leer, alles was auf den Tisch gelegt wird, fällt auf und findet Beachtung, es kommt nur darauf an, anzufangen. Der Tisch, eine Einladung, das Leben zu teilen. Das Paradox ist, dass wenn wir teilen, unsere Aufmerksamkeit, Zuwendung, Fähigkeiten, dass wir von den Erfahrungen, die daraus entstehen, selber leben können, dass uns daraus Lebenskraft und Lebensfreude erwächst …

Die Erstkommunion-Vorbereitung, die demnächst beginnt, soll den Kindern die Möglichkeit geben, davon etwas zu erleben. Die Kinder sollen erfahren, dass man tatsächlich in diesen Raum eintreten und darin etwas machen, gestalten und miteinander erleben kann; dass Gemeinschaft etwas Schönes ist, dass jeder Einzelne dazu beitragen kann, mit seinen Fähigkeiten, dass man manchmal auch Geduld haben muss miteinander, dass aber jeder dazugehört und gleich wichtig ist. Und dass Jesus will, dass wir so mit- und füreinander da sind. Dass es auch die Art und Weise ist, wie er selbst für uns da ist, und uns Nahrung sein will auf diesem Weg. Dass wir uns auf seine Gegenwart verlassen können.

Es geht um einen Prozess, den man anstoßen oder fördern kann, aber niemals abschließen. So wie der Glaube ja auch eine ‚Sache‘ ist, die nie abgeschlossen ist.

Helfen Sie mit, dass unsere Erstkommunionkinder gut hineinwachsen in unsere Gemeinden, in unseren Pfarrverband, und weiterwachsen auf ihrem ureigenen Weg mit Jesus, der sich uns im Brot des Lebens ganz reicht und einlädt, miteinander Tisch- und Erzählgemeinschaft um ihn herum zu sein … Ist ein Erstkommunionkind in ihrer Nachbarschaft, gehen Sie auf das Kind zu, zeigen Sie, dass Sie sich freuen über sein ‚mit am Tisch sein‘ … Seien Sie da beim Vorstellungsgottesdienst (am 12. März in Hl. Kreuz um 9.30 Uhr und in St. Karl Borromäus um 11.00 Uhr). Vielleicht übernehmen Sie auch eine ‚geistliche Patenschaft‘ für ein Kommunionkind – nehmen es immer wieder mit ins Gebet und begleiten es so … Decken wir miteinander den Kindern einen guten Tisch!